Zahnarztpraxis Dr.med.Dr.med.dent. Rudolf Maier
ZahnarztpraxisDr.med.Dr.med.dent. Rudolf Maier

Amalgam

Amalgamfüllungen im rechten Unterkiefer

 

 



  • Für gesetzlich Krankenversicherte grundsätzlich Regelversorgung
  • Noch (?) das Mittel der Wahl für die konservierende Versorgung von Defekten der Seitenzähne
  • Es gibt (noch?) kein Füllungsmaterial, das den weltweiten Einsatz von Amalgam  ersetzen kann
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Relativ einfache Verarbeitung
  • Kariesprotektive (?) Wirkung (Schutz vor erneuter Karies unter der Füllung) durch Korrosionsprodukte
  • Geringe Schonung des Zahnes beim Präparieren ("Extension for prevention")
  • Hohe Wärmeleitfähigkeit (Temperaturempfindlichkeit!)
  • Ästhetik?
  • Bioverträglichkeit?
  • Toxizität („Giftigkeit“, insbesondere Quecksilberfreisetzung)?
  • Allergie, Unverträglichkeit(?)
  • Elektrochemische Reaktionen („Mundströme“)?

 

Kosten

Die Kosten übernimmt in voller Höhe jede Krankenkasse

 

Lebensdauer

Bis zu 10 Jahren und mehr

 

Amalgamdiskussion

Wohl kein Füllungsmaterial ist so umstritten wie Amalgam, für die einen ist es Teufelszeug, für die anderen unverzichtbar. Alle grossen kompetenten und "neutralen" Fachgesellschaften (z.B. FDI=Federation dentaire international, DGZMK=Deutsche Gesellschaft für Zahn-Mund-und Kieferheilkunde, RKI=Robert-Koch-Institut, CED=Council of european dentists u.a.) halten die Anwendung von Amalgam für vertretbar. Die FDA (Food and Drug Administration) stuft Amalgam, Gold und Komposite in die gleiche Gruppe (2) ein. Die Diskussion wird wohl nie ein Ende haben. Da es genug Alternativen gibt (Komposit, Keramik, Gold, Titan), ist diese Diskussion ziemlich sinnlos.

 

Zuletzt (Nov 2013) erklärte der wissenschaftliche Beratungsausschuss der EU-Kommission, dass die Gesundheitsgefährdung durch Amalgam gering sei (ZM 21/2013).

 

Die Verwendung von Amalgam bei Zahnfüllungen ist grundsätzlich unbedenklich hat das Oberlandesgericht Hamm zuletzt entschieden (04.03.2016, Az 26 U16/15).

 

Prof. Dr. G. Meyer, Uni Greifswald, hat darauf hingewiesen, dass unter medizinischen Aspekten und unter Umweltaspekten Amalgam der bessere Kompromiss ist als die Kunststofffüllung (DFZ 01/2017). Alle zahnärztlichen Füllungen haben ein Restrisiko, aber das von Amalgam ist nicht höher als das von anderen Materialien.